K10 Kontrollfragen


10.1 Der genetische Code

Welche Feststellung(en) zum genetischen Code trifft (treffen) zu?

(1) Ein offenes Leseraster (Open reading frame Orf) enthält ein 5’-Startcodon, ein Stoppcodon und eine dazwischenliegende proteincodierende Sequenz ohne Stoppcodons.

(2) Der genetische Code ist universell, nur in der DNA von Mitochondrien und gewissen Einzellern sind Abweichungen gefunden worden.

(3) Wäre der Code nicht degeneriert, würden 20 Codons den Einbau von Aminosäuren und die restlichen einen Kettenabbruch bewirken.

(4) Der genetische Code wird als degeneriert bezeichnet, weil es für jede Aminosäure zwei oder mehr verschiedene Codons gibt.

A (1+2+3)    B (1+3)    C (2+4)    D (nur 4)    E (alle)


10.2 Proteinsynthese, Übersicht

Welche Feststellung trifft nicht zu?

(A) Die Halbwertszeit intrazellulärer Proteine liegt im Bereich von Stunden bis Wochen.

(B) Die Ribosomen bestehen zu zwei Drittel aus Protein und einem Drittel rRNA.

(C) Die mRNA bindet an die grosse Untereinheit des Ribosoms.

(D) Die Geschwindigkeit der Translation (bei 37 °C) beträgt beim Menschen 2-5 Aminosäurereste pro Sekunde und ist damit etwa 6 mal niedriger als bei Prokaryonten.

(E) Nach der Termination der Synthese eines Proteins löst sich das Ribosom von der mRNA und zerfällt in seine beiden Untereinheiten.

A    B    C    D    E   


10.3 Bildung der Aminoacyl-tRNA

Welche Feststellung trifft nicht zu?

(A) Die α-Carboxylgruppe der Aminosäure wird über eine Esterbindung an die 2’- oder 3’-OH-Gruppe des 3’-endständigen Adenosinnucleotids der tRNA gekoppelt.

(B) Die Spezifität der Aminoacyl-tRNA-Synthetase beruht einerseits auf dem Erkennen der einzubauenden Aminosäure und andererseits auf dem Erkennen des betreffenden Codons auf der mRNA.

(C) Im Vergleich zur Replikation und Transkription weist die Translation trotz hydrolytischem Korrekturmechanismus die geringste Ablesegenauigkeit auf.

(D) Für jede Aminosäure existiert mindestens eine spezifische tRNA.

(E) Die Raumstruktur der tRNA enthält doppelsträngige Abschnitte.

A    B    C    D    E   


10.4 Initiation, Elongation, Termination

Welche Feststellung trifft nicht zu?

(A) Die tRNAf und tRNAMet (bei Prokaryonten) sowie die tRNAi und tRNAMet (bei Eukaryonten) erkennen alle das Codon AUG.

(B) Im Initiationskomplex liegen das Startcodon der mRNA und die fMet-tRNAf (bzw. Met-tRNAi) an der P(Peptid)-Stelle des Ribosoms.

(C) Der Einbau eines Aminosäurerests in die wachsende Polypeptidkette kostet 2 energiereiche Phosphatbindungen zur Bildung der Aminoacyl-tRNA und 2 GTP für das Binden der Aminoacyl-tRNA ans Ribosom und die Verschiebung der Peptidyl-tRNA von der A-Stelle in die P-Stelle des Ribosoms.

(D) Die Termination wird eingeleitet, sobald die Stopp-tRNA an das Stoppcodon gebunden hat.

(E) Manche Proteine beginnen sich zu falten, noch bevor ihre Synthese abgeschlossen ist.

A    B    C    D    E   


10.5 Hemmstoffe der Proteinsynthese

Welche Feststellung(en) trifft (treffen) zu?

(1) Antibiotika sind primär Produkte aus Pilzen, Bakterien, Flechten u.a.m., welche spezifisch das Wachstum von Bakterien und anderen Mikroorganismen hemmen.

(2) Halb- und vollsynthetische Derivate solcher Stoffe werden ebenfalls als Antibiotika bezeichnet.

(3) Tetrazykline, Chloramphenicol und Erythromycin binden an die Ribosomen von Prokaryonten und hemmen die Proteinsynthese.

(4) Das Diphtherietoxin ist ein Enzym und inaktiviert den eukaryontischen Elongationsfaktor EF2 durch kovalente Modifikation.

A (1+2+3)    B (1+3)    C (2+3)    D (nur 2)    E (alle)