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Was lässt sich in der Erythrozytenmembran und im Plasma mit Iod nachweisen?
C=C Doppelbindungen, die u.a. in Lipiden vorkommen.
(z.B. C=C Doppelbindungen in ungesättigten Fettsäuren)
Welche Lipide, die in gewissen Standardlösungen vorhanden sind, lassen sich in der Plasmamembran nicht nachweisen?
In einer Plasmamembran kommen keine Triacylglycerine, Cholesterinester und freien Fettsäuren vor.
In welcher Form kommen die verschiedenen Lipide im Blutplasma vor? Welcher Bestandteil verändert sich nach einer fettreichen Mahlzeit hauptsächlich (sichtbar!)?
Freie Fettsäuren werden an Albumin gebunden. Die anderen Lipide sind Bestandteil der Lipoproteine (Chylomikronen, VLDL, LDL, HDL)
Die Anzahl der Chylomikronen nimmt stark zu: Nach einer fettreichen Mahlzeit werden in der Darmmucosa für den Transport von Triacylglycerinen Chylomikronengebildet und in die Darmlymphe abgegeben. Von dort wandern sie über den Ductus thoracicus ins Blut und verursachen eine Trübung des Plasmas (lipämisches Plasma).
Wodurch wird die Fluidität der Lipidmembran bestimmt? Wie kann die Fluidität von Lipidmembranen gewährleistet werden in Kaltblütern, z.B. bei Fischen, die in kaltem Wasser leben?
Die Fluidität der Lipidmembran wird hauptsächlich durch die Länge der Ketten und die Anzahl der Doppelbindungen der Fettsäurereste bestimmt.
Kaltblüter gewährleisten die Fluidität der Lipidmembran durch Anpassung der Lipidzusammensetzung der Membran (Regulierung der Synthese und des Abbaus von Fettsäuren). Eine erhöhte Anzahl von Doppelbindungen in den Fettsäureresten führt zu einer höheren Membranfluidität. In natürlichen Fettsäuren kommen ausschliesslich cis-Doppelbindungen vor. Die cis-Doppelbindung führt zu einem Knick in der Kohlenwasserstoffkette der Fettsäure, welcher die regelmässige Packung der Kohlenwasserstofffketten in der Lipidschicht stört und damit die Fluidität der Membran erhöht.
Cholesterin wirkt als Fluiditätspuffer der Lipidmembran. Es verbreitert den Temperaturbereich des Übergangs zwischen dem Flüssigkristall- und dem ungeordneten Zustand der Membran.
Die Diffusion von Lipidmolekülen in der Lipidmembran ist recht schnell, im Mittel etwa 2 μm/s. Welche Bewegung können Phospholipidmoleküle nicht durchführen? (Asymmetrie der biologischen Membran!)
Die "Flip-Flop" Bewegung
Wie kann man erklären, weshalb die Zellmembranen von Bakterien, also phylogenetisch alter Lebensformen, kein Cholesterin enthalten?
(Hinweis: woher stammt der Sauerstoff der OH-Gruppe im Cholesterin?)Die Synthese von Cholesterin benötigt molekularen Sauerstoff. Cholesterin konnte erst gebildet werden, nachdem sich Sauerstoff als Produkt der Photosynthese in der Erdatmosphäre angereichert hatte.
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© bipweb Biochemische Praktika für Studierende der Medizin, Webunterstützung Biochemisches Institut der Universität Zürich, Impressum. letzte Änderung, PI, 02.09.2005 Rückmeldung |
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